Ein Schwammbefall durch den echten Hausschwamm (Serpula Lacrymans) stellt für den Baubestand eine große Gefahr dar, die auch schon zum Abbruch eines gesammten Gebäudes geführt hat.
Diesbezüglich war lange Zeit eine Meldepflicht vorgeschrieben, welche nun aber nur noch in den Bundesländern  Hamburg,Sachsen und Thüringen meldepflichtig ist.
Anhand langer Erfahrungswerte und speziellen Weiterbildungen im Bereich Holz- und Bautenschutz gibt es nun Möglichkeiten einen derartigen Befall auf Dauer zu beheben.
Ein Befall kann nahezu an jeder Lage eines Gebäudes auftreten, sobald unter günstigen Bedingungen mineralische, sowie organische Baustoffe mit Feuchtigkeit über längerem Zeitraum in Verbindung kommen.
Ist dies der Fall, so werden hier kleine Hyphen(Zellen) gebildet, welche sich wiederum zu Mycelstränge zusammenschließen.
Diese können weite Strecken über- und durchwachsen(ca.18Meter) , Wasser transportieren und somit ein feuchtes Klima schaffen..
Wird die Nahrungsgrundlage knapp(großer Zerstörungsfortschritt), so bilden sich  Fruchtkörper, die selbst bis zu über 1 m² groß werden können um nun zimtbraune Sporen zu bilden.
Geraten diese an neue günstige Objekte (Verschleppung über Mensch, Tiere oder Wind) , so kann er sich dort erneut entfalten.
Die nun wesentliche Zerstörung findet am Holz statt, hierbei wird eine Destruktionsfäule (Braunfäule) hervorgerufen, die das Cellulose des Holzbauteiles abbaut und einen großformatigen kubischen Würfelbruch hinterlässt. (Erfahrungen zeigen eine 50% Holzquerschnittsschwächung bei einem Durchschnittsbefall innerhalb von ca. 18 Wochen).

Aufgrund dieser Gegebenheiten gestaltet sich eine derartige Sanierungsmaßnahme als sehr kompliziert und erfordert höchste sorgfalt.




Selbst neuste Baustoffe wie Hochlochziegel können befallen werden.
Durch behandlung mit speziellen Quatonären Armoniumverbindungen lassen sich im Sprühverfahren schnellstmöglichst weitere Sporenbildung und ausbreitung unterbinden.
Oftmals sind größere Schäden erst nach öffnen der Bauteile sichtbar.



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